
REGELN "Tischfussball"
Generelle Richtlinien
DSAB Spiel- und Turnierregeln am
Löwen-Soccer
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1.1. Ermittlung der Tischseite oder des ersten Einwurfes
Durch den Wurf einer Münze wird bestimmt, welcher Spieler die Wahl der Tischseite
oder den ersten Einwurf hat. Der Spieler der hierbei gewonnen hat, trifft die Wahl
(Wahl der Tischseite oder ersten Einwurf), der gegnerische Spieler muß diese annehmen
und den ersten Satz bezahlen. Die Bezahlung wechselt bei jedem Satz.
1.2. Seitenwechsel
Nach Ende eines jeden Satzes hat jeder Spieler das Recht, die Seiten zu wechseln. Ein
beiderseitiger Verzicht auf den Seitenwechsel nach einem Satz bedeutet nicht den
Verzicht für alle nachfolgenden Sätze.
1.3 Position im Doppel
Das Team, das das Einwurfrecht hat, muß seine Position im Doppel als erstes festlegen.
1.4. Endspielmodus
Das Endspiel wird nach dem "Berliner Zeitmodell" ausgetragen. Das heißt der
Sieger der
Verliererrunde muß einen Satz mehr gewinnen, als der Sieger der Gewinnerrunde.
Grundlage ist die vorgegebene Anzahl der Gewinnsätze der Gewinnerrunde in den
einzelnen Disziplinen.
2. Balleinwurf
2.1. Korrekter Einwurf
Der Ball wird bei Matchbeginn oder nach einem Torerfolg durch das Balleinwurfloch ins
Spiel gebracht. Der einwerfende Spieler darf versuchen, den Lauf des Balles zu
beeinflussen. Es ist ihm jedoch nicht gestattet, mit der Hand in den Spielbereich zu
fassen. Als Spielbereich wird die Fläche über dem Spielfeld bis zur Höhe der
Seitenwände des Fußballtisches bezeichnet. Dem Spieler ist es verboten, in den
Spielraum zu greifen. Bevor er aber den Ball ins Spiel rollen läßt, ist ihm dieses
erlaubt,
um den Ball für den Einwurf in die richtige Position zu bringen. Wenn dem Einwerfer
dabei der Ball aus der Hand fällt, muß er ihn noch einmal in Position bringen. Sollte er
ihm
ein zweites Mal aus der Hand fallen, verliert er das Einwurfrecht an den Gegenspieler.
2.2. Ball 'im Spiel'
Der Ball muß erst das Spielfeld berühren, bevor er von einem Spieler gespielt werden
darf. Von da an wird er als 'im Spiel' betrachtet.
2.3. Beeinflussung des Einwurfs
Drehen des Balles zur Beeinflussung des Einwurfes ist erlaubt. Durch den einwerfenden
Spieler kann jedoch kein Tor erzielt werden, bevor der Ball eine seiner Figuren berührt
hat.
2.4. Spielbereitschaft
Um anzuzeigen, daß das Match gleich beginnt, kann der einwerfende Spieler mit dem Ball
an die Seite des Tisches klopfen. Er darf den Ball nicht einwerfen, bevor der gegnerische
Spieler seine Spielbereitschaft bestätigt hat. Bei Verletzung dieser Regel wird der Ball
erneut von dem Spieler eingeworfen, der ursprünglich das Einwurfrecht hatte.
3. Nachfolgende Einwürfe
3.1. Einwürfe nach einem Torerfolg
Die folgenden Einwürfe während eines Satzes werden von dem Spieler vorgenommen,
gegen den ein Tor erzielt wurde. In einem Match mit mehreren Sätzen wird der jeweils
erste Einwurf von dem Verlierer des vorhergehenden Satzes ausgeführt.
3.2. Einwurf durch einen falschen Spieler
Wenn der Ball vom falschen Spieler eingeworfen wird, und die Verletzung bemerkt wird,
bevor der Ball im Tor ist, muß der Satz unterbrochen und der Ball vom richtigen Spieler
nochmals eingeworfen werden. Wenn der Ball einmal im Tor ist, sind keine Proteste mehr
erlaubt. Das Match wird fortgesetzt, als ob es keine Verletzung der Regel gegeben
hätte.
3.3. Weiter Einwürfe nach einem Regelverstoß
Wenn ein Spieler auf Grund eines Regelverstoßes den Einwurf erhielt, und der Ball
während des Spiels als 'Aus-Ball' oder als 'toter Ball' erklärt wird, wird von dem
Spieler
eingeworfen, der das Einwurfrecht ursprünglich, d.h. vor dem Regelverstoß, hatte.
4. Ball 'im Spiel'
4.1. Ball 'im Spiel'
Wenn der Ball vom Einwerfer ins Spiel gebracht wurde bleibt er solange 'im Spiel', bis er
als 'Aus-Ball' oder als 'toter Ball' erklärt oder ein Tor erzielt wird.
4.2. Ball im Einwurfloch
Ein Ball, der in das Einwurfloch hineinrollt, und von selbst wieder auf das Spielfeld
zurückkehrt, wird als 'im Spiel' betrachtet.
5. 'Aus-Ball'
5.1. Ball außerhalb des Spielfeldes
Sollte der Ball das Spielfeld verlassen und irgend einen Gegenstand außerhalb des
Spielfeldes berühren und anschließend wieder auf das Spielfeld zurückkehren, ist er als
'Aus-Ball' zu erklären. Er wird von dem Spieler, der ihn ursprünglich eingeworfen hat,
erneut durch Einwurf ins Spiel gebracht.
5.2. Vorsätzliches Schlagen des Balles vom Tisch
Es ist regelwidrig, den Ball vorsätzlich so zu beeinflussen, daß er den Tisch verläßt.
Ein
Ball, der vorsätzlich vom Tisch geschlagen wird (z.B. durch den Tormann), wird vom
Gegner wieder eingeworfen. Fällt ein Ball, nachdem er in die Luft geschossen wurde, ohne
einen Gegenstand außerhalb des Spielfeldes zu berühren wieder auf die Spielfläche
zurück, wird weiter gespielt. Ein auf diese Weise erzieltes Tor (z.B. Schüsse vom
Tormann über die Köpfe sämtlicher Männchen hinweg) wird gezählt, wenn beim Schießen
kein Regelverstoß auftritt und der Ball im vorgeschriebenen Spielraum blieb.
5.3. Der 'Heber'
Ein sogenannter 'Heber' (Schuß vom Torwart über die Köpfe sämtlicher Männchen
hinweg) ist limitiert auf maximal zwei 'Heber' pro Satz und einen 'Heber' pro Ball. Ein
'Heber' ist dann gegeben, wenn der Ball vom Torwart aus mindestens eine gegnerische
Reihe überquert. Die Strafe für einen unberechtigten 'Heber' ist das 'Technische Foul'.
6. 'Toter Ball'
6.1. Wann ist ein Ball als 'tot zu erklären
Ein Ball, der zu völligem Stillstand gekommen ist und von keiner Spielfigur erreicht
werden kann, wird als 'tot erklärt. Ein 'toter Ball' wird auf eine der folgenden Arten
wieder ins Spiel gebracht:
6.1.1. 'Toter Ball' zwischen Tor und nächster Zweierreihe
Wird der Ball zwischen einem Tor und der nächsten Zweierreihe als 'tot' erklärt, ist er
vom Tormann ins Spiel zurückzubringen. Dieser legt den Ball in eine Ecke und läßt ihn
ins
Spielfeld rollen. Der Ball darf erst ins Spiel gebracht werden, nachdem sich die
gegnerische Mannschaft spielbereit erklärt hat. Der Ball muß von einer Spielfigur zu
einer zweiten bewegt werden, bevor ein Schuß oder ein Paß ausgeführt wird.
6.1.2. 'Toter Ball' zwischen den Zweierreihen
Wird der Ball irgendwo zwischen den beiden Zweierreihen als 'tot' erklärt, wird er von
dem Team, das ursprünglich das Einwurfrecht hatte, wieder eingeworfen.
6.2. Beeinflussung eines 'toten Balls'
Beeinflußt ein Spieler einen 'toten Ball' (z.B. Schlagen, Pusten, Biegen der Stange,
etc.)
und bringt ihn wieder ins Spiel, hat der Gegner die Möglichkeit, entweder das Spiel
fortzusetzen oder den Ball selbst neu einzuwerfen.
6.3. Wiederaufnahme des Spiels nach dem Abbrechen einer Figur
Sollte eine Figur abbrechen, während sie den Ball berührt, wird das Spiel an dieser
Reihe
wieder aufgenommen. Der Ball muß von einer Spielfigur zu einer zweiten bewegt werden
und dort für eine Sekunde gestoppt sein, bevor ein Schuß oder ein Paß ausgeführt wird.
7. Auszeit
7.1. Reguläre Auszeit zwischen den Sätzen
Zwischen den Sätzen ist eine Höchstpause von 60 Sekunden erlaubt. Beide Teams können
die vollen 60 Sekunden beanspruchen. Wenn beide Teams zustimmen, daß sie spielbereit
sind, bevor die volle Zeit vorbei ist, wird weitergespielt. Der Rest der 60 Sekunden ist
dann verloren. Zu diesen 60 Sekunden sind zwischen den Sätzen keine zusätzlichen
Auszeiten erlaubt. Wird eine Auszeit verlangt, hat das automatisch ein 'Technisches
Foul' zur Folge.
7.2. Reguläre Auszeiten während eines Satzes
Jedem Team stehen zwei 'Time-outs' pro Satz zu, während denen es den Tisch verlassen
darf. Dieses Time-out' darf 30 Sekunden nicht überschreiten. Jedes Team kann die
vollen 30 Sekunden beanspruchen, selbst wenn das Team, welches das 'Time-out'
verlangt hat, nicht die gesamte Zeit ausnützen will. Jedes Team darf nur ein 'Time-out'
pro Ball verlangen. Nach einem Tor kann von jedem Team ein 'Time-out' genommen
werden. Es gilt beim Zählen der 'Time-outs' für den nachfolgenden Ball.
7.3. Die Berechtigung, ein 'Time-out' zu nehmen
Während der Ball 'im Spiel' ist, ist nur das ballbesitzende Team berechtigt, ein
'Time-out' zu nehmen. Alles was nach dem Beginn eines 'Time-out' geschieht, z.B. ein
Schuß oder Paß, zählt nicht mehr.
Ein 'Time-out' kann nur verlangt werden, wenn sich der Ball nicht bewegt. Die Strafe für
das Verlangen eines 'Time-out', während sich der Ball bewegt, ist der Verlust des
Ballbesitzes.
7.4. Hände an den Griffen
Nimmt ein Spieler die Hände von den Griffen und wendet sich vom Tisch ab, während der
Ball 'im Spiel' ist, ist das Team mit einer Auszeit zu bestrafen. Ein Spieler darf jedoch
seine Hände von den Griffen nehmen, um sie vor einem Schuß abzuwischen, solange es
nicht länger als drei Sekunden dauert. Vor einem Schuß müssen jedoch wieder beide
Hände mindestens eine Sekunde Griff- oder Stangenberührung haben. Wenn sich der Ball
in Schußposition befindet, beginnt das Zehn-Sekunden-Limit zu laufen, auch während
sich der Spieler die Hände abwischt. Das verteidigende Team sollte nicht in seiner
Aufmerksamkeit nachlassen, wenn ein Gegenspieler die Hand von der Stange nimmt.
7.5. Zeitüberschreitung eins 'Time-outs'
Sollte das 'Time-out' ohne Zustimmung der Turnierleitung 30 Sekunden überschreiten,
wird das Team, welches die Verzögerung verursacht hat, mit einem 'Technischen Foul'
belegt.
7.6. Nach einem 'Time-out'
Nach einem 'Time-out' wird das Spiel von dem Spieler wieder aufgenommen, welcher im
Ballbesitz war und zwar an der Stelle, an der sich der Ball zuletzt 'im Spiel' befand.
Dieser Spieler muß sich, bevor er das Spiel wieder beginnt, vergewissern, daß der Gegner
spielbereit ist.
7.6.1. Bewegen des Balles während eines 'Time-outs'
Es ist regelwidrig, in das Spielfeld zu greifen und/oder den Ball während eines
'Time-outs' zu berühren. Dies wird mit dem Verlust des Ballbesitzes bestraft. Ebenso ist
es regelwidrig, während eines 'Time-outs' zu üben. Jede Bewegung des Balles - gleich wie
gering - kann als Übung angesehen werden. Deshalb sollte der Spieler, der sich im
Ballbesitz befindet, erst dann den Griff der Stange, an der sich der Ball befindet,
berühren, wenn alle Spieler am Tisch sind, ihre Hände an den Stangen haben und
spielbereit sind. Wenn der Spieler mit dem Ball die Bestätigung hat, daß alle Spieler
bereit sind, kann es weitergehen und der ballbesitzende Spieler kann den Griff anfassen.
Die Strafe für eine Bewegung des Balles während einer Auszeit ist ein 'Technisches
Foul'.
7.6.2. Wiederaufnahme des Spiels nach einem 'Time-out'
Bei der Wiederaufnahme des Spiels nach der Bestätigung, daß die anderen Spieler bereit
sind, muß der ballbesitzende Spieler den Ball zuerst von einer Spielfigur zu einer
zweiten
bewegen und dort für eine Sekunde stoppen, bevor ein Schuß oder ein Paß ausgeführt
wird. Wird nach einem 'Time-out' geschossen oder gepaßt, bevor der Ball zwei Figuren
berührt hat und eine Sekunde gestoppt war, darf der Gegner wählen, ob er weiterspielen
oder den Ball einwerfen will.
7.7. Verlangen unberechtigter 'Time-outs'
Verlangt ein Team mehr als zwei 'Time-outs' pro Satz oder ein zweites während des
gleichen Balls, wird es mit einem 'Technischen Foul' bestraft. In letzterem Fall ist es
für
diesen Satz nicht mehr 'Time-out'-berechtigt.
7.9. Auszeit zur Wartung des Spieltisches
Alle notwendigen Tischwartungen, wie z.B. das Auswechseln der Bälle, Festschrauben der
Figuren etc. müssen vor dem Match durchgeführt werden. Dazu sollte ein Spieler zur
Turnierleitung gehen und eine technische Hilfe anfordern. Während des Matches kann
eine Auszeit zur Wartung des Tisches nur dann verlangt werden, wenn eine plötzliche
Veränderung am Spieltisch eintritt (z.B. gebrochene Figur, gebrochene Schraube,
verbogene Stange, etc.). Ein 'Time-out' zur Tischwartung zählt nicht zu den zwei pro
Satz erlaubten 'Time-outs'.
7.10. Medizinisches 'Time-out'
Das medizinische 'Time-out' kann von einem Spieler verlangt werden. Es muß von der
Turnierleitung bestätigt werden. Die Turnierleitung setzt die Länge dieser Auszeit bis
zu
einem Maximum von 60 Minuten fest. Ein Spieler der körperlich nicht in der Lage ist, nach
der festgesetzten Zeit weiterzuspielen, muß das Match aufgeben.
8. Erzielen eines Tores
8.1. Reguläres Tor
Ein Ball, der in ein Tor geschossen wird, zählt als Tor gegen das Team, welches dieses
Tor verteidigt.
8.2. Zurückprallen des Balles nach einem Tor
Ein Ball, der im Tor war, aber ins Spielfeld zurückprallt, zählt ebenfalls als Tor, auch
wenn er nach dem Zurückprallen das Spielfeld verläßt.
9. Seitenwechsel
9.1. Ein Seitenwechsel findet nur dann statt, wenn eines der beiden Teams darauf besteht.
10. Stellungswechsel
10.1. In einem Doppel darf jeder Spieler nur an den beiden
Stangen spielen, die
normalerweise für seine Stellung vorgesehen sind. Ist der Ball einmal eingeworfen,
müssen die Spieler in der gleichen Position bleiben, bis der Ball im Tor ist. Nach einem
Tor
oder zwischen den Sätzen kann die Position gewechselt werden.
11. Drehen der Stangen
11.1. Drehen mit Ballberührung
Das Drehen der Stangen ist regelwidrig. Drehen bedeutet die Rotation irgendeiner Figur
um mehr als 360 Grad vor oder nach einer Ballberührung. Ein Ball, der durch ein
regelwidriges Drehen bewegt wird, ist folgendermaßen zu wiederholen: Trifft der Ball ins
Tor wird es nicht gezählt. Das Einwurfrecht geht an den Gegner über. Trifft der Ball
nicht ins Tor, hat der Gegner die Möglichkeit, das Spiel fortsetzen oder den Ball neu
einzuwerfen.
12.2. Drehen ohne Ballberührung
Das Drehen einer Stange ohne Ballberührung, bedeutet kein regelwidriges Drehen, kann
aber als Ablenkung gewertet werden. Wenn ein Spieler durch Drehen ein Eigentor
schießt, zählt es als Tor für den Gegner.
12. Beeinflussung des Tisches
12.1. Bewegen des Tisches
Jedes Rütteln, Schlagen, Rutschen oder Anheben des Tisches ist verboten. Ob der Tisch
bewußt oder unbewußt beeinflußt wurde, spielt keine Rolle. Diese Entscheidung muß von
einem Schiedsrichter getroffen werden.
12.2. Strafen für Bewegen des Tisches
Bei Verletzung dieser Regel gilt folgende Bestrafung:
Erster Verstoß: Verwarnung
Im Doppel betrifft eine Verwarnung das Team, nicht den Spieler. Der Gegner hat die
Wahl das Match fortzusetzen oder den Ball neu einzuwerfen, Dabei gibt es zwei
Möglichkeiten:
a) Verursacht ein Spieler durch regelwidrige Beeinflussung des Tisches (siehe 12.1.) beim
Gegner einen Ballverlust an dessen Dreierreihe, so wird von dort aus weitergespielt.
b) Wurde der Ball regelwidrig beeinflußt (siehe 12.1.), während ein Spieler versucht hat
in
Ballbesitz zu kommen (z.B. ein Paß zur Dreierreihe), wird der anwesende Schiedsrichter
eine Entscheidung über den Besitz des Balles treffen.
Zweiter Verstoß: Technisches Foul
Dritter Verstoß: Technisches Foul
Vierter Verstoß: Verlust des Satzes
12.3. Strafen für nachfolgende Sätze des gleichen Matches
In den nachfolgenden Sätzen desselben Matches gilt folgende Strafe:
Erster Verstoß: Technisches Foul
Zweiter Verstoß: Technisches Foul
Dritter Verstoß: Verlust des Satzes
12.4. Berühren einer gegnerischen Stange
Berühren der gegnerischen Stange in irgendeiner Art wird genauso wie Rütteln, Schlagen,
Rutschen oder Anheben des Tisches bestraft.
12.5. 'Reset'
Wird der Ball (wie unter 12.1. beschrieben) beeinflußt, wenn ein Spieler den Ball
angehalten und zum Schießen vorbereitet hat, ruft der anwesende Schiedsrichter
'Reset' und stellt die Uhr zurück. Der Spieler kann sich den Ball erneut zurechtlegen
oder weiterspielen. Der verteidigende Spieler sollte deshalb nicht in seiner
Aufmerksamkeit nachlassen oder bei dem Wort 'Reset' zum Schiedsrichter blicken,
sondern verteidigungsbereit bleiben. Bei wiederholten Verstößen kann vom anwesenden
Schiedsrichter ein 'Technisches Foul' gegen den Spieler verhängt werden, der das
'Reset' verursacht hat.
13. Hineingreifen in den Spielbereich
13.1. Hineingreifen bei Ball 'im Spiel'
Ein Spieler darf nicht ohne Erlaubnis des Gegners in den Spielbereich greifen, während
der Ball 'im Spiel' ist, egal ob er den Ball berührt oder nicht. Die Verletzung dieser
Regel
wird automatisch mit einem 'Technischen Foul' bestraft. Wenn ein Spieler während einem
'Time-out' den Ball berührt wird er mit einem 'Technischen Foul' bestraft. Berührt ein
Spieler den 'im Spiel' befindlichen Ball in seinem Torbereich, erhält der Gegner ein Tor
und der Ball wird wieder eingeworfen, als ob ein reguläres Tor erzielt wurde. Ein sich
drehender Ball gilt als 'im Spiel'. Es ist regelwidrig, in den Spielbereich zu greifen und
den sich drehenden Ball anzuhalten, selbst wenn dies für den Gegner geschieht. Ein Ball,
der in die Luft fliegt, bleibt 'im Spiel' bis er etwas berührt, das nicht im Teil des
Spielbereiches ist. Es ist nicht erlaubt, einen über dem Tisch fliegenden Ball zu
berühren.
13.2. Hineingreifen ohne Ball 'im Spiel'
Wenn sich kein Ball im Spielbereich befindet, ist es jedem Spieler erlaubt, in den
Spielbereich zu greifen, um z.B. Ballspuren zu entfernen.
13.3 Zustimmung des Gegners
Es ist immer erlaubt, in den Spielbereich zu greifen, wenn der Gegner zustimmt.
14. Fremdkörper auf dem Tisch
14.1. Fällt ein Gegenstand auf das Spielfeld, muß das Team, das sich im Ballbesitz
befindet, das Match anhalten, damit der Gegenstand entfernt werden kann. Es sollte
sich nichts am Tischrand befinden, was in das Spielfeld fallen könnte. Trifft der Ball
einen Gegenstand, der ins Spielfeld gefallen ist, gilt er als 'Aus-Ball' und ist wieder
ins
Spiel zu bringen, als ob er für 'tot' erklärt worden wäre.
15. Veränderungen am Tisch
15.1. Spielzone
Kein Spieler darf Veränderungen vornehmen, die die Spieleigenschaften des Tisches
beeinflussen könnten. Der Spieler darf weder Schweiß noch Spucke noch irgendeine
andere Substanz auf seine Hand aufbringen, bevor er Ballspuren vom Tisch wischt.
15.2. Griffe
Benützt ein Spieler ein Mittel zur Griffverbesserung, dessen Reste beim Seitenwechsel
noch an den Griffen sind, muß er diese sofort reinigen. Benötigt er dafür mehr als 60
Sekunden, hat dies ein 'Technisches Foul' zur Folge, und der Spieler darf das Mittel
nicht mehr benutzen.
16. Ablenkung
16.1. Was wird als Ablenkung gewertet
Jede Bewegung, jedes Geräusch, das nicht durch die Stange erzeugt wird, an der sich
der Ball befindet, kann als Ablenkung gewertet werden. Das Schlagen auf eine Stange
vor oder während eines Schusses gilt als Ablenkung. Auch das Sprechen zwischen
Mitgliedern einer Mannschaft während der Ball 'im Spiel' ist, kann als Ablenkung
gewertet werden.
16.2. Strafen für Ablenkung
Wurde bei einem Team die Verletzung dieser Regel festgestellt und durch diese
Ablenkung ein Tor erzielt, zählt dieses nicht. Der Gegner erhält den Einwurf. Hat das
Team kein Tor erzielt, kann der Gegner wählen, ob er weiterspielen oder den Ball erneut
einwerfen will.
17. Üben
17.1. Regelwidriges Üben
Hat ein Match einmal begonnen, darf kein Spieler mehr seinen Einwurf oder Schuß üben.
Weder an dem Tisch auf dem gespielt wird, noch auf irgendeinem anderen. Diese Regel gilt
auch bei Auszeiten und zwischen den Sätzen. Üben heißt, daß folgende zwei
Voraussetzungen zutreffen:
1. Auf dem Tisch muß ein Ball sein.
2. Der Spieler muß den Ball dadurch bewegen, daß eine oder mehrere Figuren den Ball
berühren.
17.2. Strafe für regelwidriges Üben
Dieser Verstoß wird mit einem 'Technischen Foul' bestraft.
18. Sprache
18.1. Kommentare an den Gegner
Gespräche am Tisch sind von den Spielern auf die Verständigung innerhalb eines Teams
zu beschränken. Mit Ausnahme von ehrlichen Komplimenten sind keine direkt oder
indirekt an den Gegner gerichteten Kommentare erlaubt.
18.2. Ablenkung des Gegners
Schreien oder die Aufmerksamkeit des Gegners vom Spiel abzulenken, ist nicht erlaubt.
Alle Rufe oder Geräusche, selbst solche aus Begeisterung, während der Ball 'im Spiel'
ist,
können der Grund für ein 'Technisches Foul' sein.
18.3. Fluchen /Beleidigung
Den Spielern ist es nicht erlaubt, zu fluchen oder Personen (insbesondere
Schiedsrichter) zu beleidigen. Dieser Verstoß wird mit einem 'Technischen Foul'
geahndet. Fortgesetztes Fluchen oder Beleidigen eines Spielers kann zu Verlust des
Spieles und/oder zur Ausweisung aus der Turnierhalle führen.
18.4. Verweisung von Zuschauern
Auch Zuschauer können aus der Spielhalle gewiesen werden.
18.5. Beobachter
Die Aufstellung eines Beobachters, der während dem Match akustische oder optische
Zeichen gibt, ist untersagt, die Betreuung während der Auszeiten ist jedoch erlaubt.
19. Passen
19.1. Gestoppter Ball
Ein gestoppter Ball, ist ein Ball, der sich in Reichweite einer Figur nicht bewegt.
19.2. Paß
Ein Paß ist dann gegeben, wenn die erhaltende Reihe den Ball berührt.
19.3. 'Abgequetschter' Paß
Ein Paß, bei dem der Ball 'abgequetscht' wird, ist nicht erlaubt.
19.4. Eingeklemmter Ball
Wird ein Ball eingeklemmt oder gestoppt, darf er nicht direkt als Paß weitergespielt
werden. Er muß mindestens eine weitere Figur berühren, bevor er zu einem Paß in
Bewegung gebracht werden darf.
19.5. Regelwidriger Paß
Der Paß äußerster Mann - Bande - äußerster Mann - Durchspiel ist verboten.
19.6. Paß auf die Dreierreihe
Ein Paß aus dem Abwehrbereich auf die Dreierreihe ist immer erlaubt.
19.7. Bandenberührung vor einem Paß
Ein Ball im Besitz der Fünferreihe darf die Seitenstreifen der Banden des Tisches nur
zweimal berühren, um weitergeführt zu werden. Eine dritte Seitenstreifenberührung ist
nur erlaubt wenn der Ball gleichzeitig als Schuß oder Paß weitergespielt wird. Wenn ein
gegnerischer Paß oder Schuß mittels Figur und Seitenwand aufgefangen wird, zählt es
für den Spieler, der den Ball aufgefangen hat und jetzt im Ballbesitz ist, nicht zu den
zwei erlaubten Berührungen des Seitenstreifens.
19.8. Freier Ball
Wurde der Ball einmal von der Zweierreihe oder dem Torwart abgegeben und berührt
eine gegnerische Figur, gilt dieser Ball nicht mehr als Paß und kann von jedem Spieler
aufgefangen werden.
19.9. Strafe für einen regelwidrigen Paß
Verletzt ein Team eine der obigen Paßregen, kann der Gegner das Match fortsetzten
oder neu einwerfen.
19.10. Blocken eines Passes
Der paßgebende Spieler darf beim Passen nicht so hart anschlagen, daß der Blockversuch
des Gegners dadurch negativ beeinflußt wird.
20. Zeitlimit
20.1. Zeitlimit an einer Stange
Der Besitz des Balles an einer Reihe ist auf 20 Sekunden begrenzt, bei der Fünferreihe
auf nur zehn Sekunden. Innerhalb dieser Zeit muß der Ball an eine Reihe des Gegners
oder daran vorbei gespielt werden.
20.2. Zeitlimit an einer Figur
Das maximale Zeitlimit an einer Figur beträgt zehn Sekunden. Unterbrochen wird dieses
Zeitlimit durch das Berühren des Balles mit einer anderen Figur.
20.3. Gestoppter Ball
Ein 'gestoppter Ball' zählt als Besitz der Figur mit der letzten Ballberührung.
20.4. Drehender Ball
Ist ein sich drehender Ball in Reichweite einer Figur, gilt er als Besitz dieser Figur.
20.5. Strafe für Zeitüberschreitung
Die Strafe für Zeitüberschreitung ist der Verlust des
Ballbesitzes. Der Gegner erhält das Einwurfrecht.
21. Begrenzung der Spielzeit
21.1. Max. Dauer des Spiels Bei drei Gewinnspielen ist die Spielzeit auf 60 Minuten
vom ersten Aufruf an begrenzt, bei zwei Gewinnspielen auf 30 Minuten vom ersten
Aufruf an.
Bei einem Spiel bis sieben wird 25 Minuten gespielt.
21.2. Verlängerung
Läuft dieses Zeitlimit ab, bevor das Match beendet ist, teilt ein Schiedsrichter den
Spielern mit, daß eine fünfminütige Verlängerung in diesem Moment beginnt. Ist die
Verlängerung abgelaufen, bevor das Match beendet ist, gewinnt das Team mit den
meisten gewonnen Sätzen. Steht es in diesem Fall unentschieden, gewinnt das Team mit
den meisten Toren im laufenden Satz, nachdem mit dem Ball, der bei Ablauf der
Verlängerung gerade 'im Spiel' ist, ein Tor erzielt wurde. Haben beide Teams die gleiche
Zahl gewonnener Sätze und nach diesem letzten Ball das gleiche Torverhältnis, wird noch
ein Ball ausgespielt, um den Gewinner zu ermitteln.
21.3. Zeitnahme bei 'Time-outs'
'Time-outs', die während der regulären Spielzeit verlangt wurden, werden auf die
Gesamtspielzeit angerechnet. Bei der fünfminütigen Verlängerung werden 'Time-outs'
nicht mitgezählt (Bei einem 'Time-out' wird die Uhr angehalten).
21.4. Regelwidrige Verzögerung während einer Verlängerung
Stellt ein Schiedsrichter während der Verlängerung eine regelwidrige Verzögerung fest,
kann er gegen das verursachende Team ein 'Technisches Foul' verhängen und an die
Verlängerung für jeden Verstoß eine Minute anhängen.
22. Wiederaufruf
Sollte das gegnerische Team drei Minuten nach Aufruf nicht am Gerät erschienen sein, so
muß eine Wiederaufrufkarte (WA-Karte) ausgefüllt werden. Folgende Informationen müssen
auf die Karte:
- Name des noch nicht erschienenen Teams oder Spielers
- Tischnummer
- Disziplin
Anschließend muß der Spieler wieder zum Gerät zurück. Durch diesen werten WA beginnt
automatisch die WA-Zeit zu laufen. Das aufgerufene Team hat jetzt drei Minuten Zeit, diese
zu stoppen, indem es bei der Turnierleitung meldet, daß es nun anwesend ist. Nur an den
Tisch zu gehen und das Match zu beginnen, stoppt nicht die WA-Zeit.
Falls innerhalb dieser drei Minuten die WA-Zeit nicht gestoppt wurde, erfolgt automatisch
der zweite WA. Das Team, das den WA verursacht hat, hat zu diesem Zeitpunkt bereits den
ersten Satz verloren. Jetzt hat das aufgerufene Team noch mal drei Minuten Zeit, die
WA-Zeit zu stoppen. Falls dies auch innerhalb dieser drei Minuten
nicht geschehen ist, hat das Team das Match verloren.
Die Einhaltung dieser Regel liegt in der Verantwortlichkeit der Turnierleitung.
23. 'Technisches Foul'
23.1. Verhängung eines 'Technischen Fouls'
Wenn nach der Entscheidung eines autorisierten Schiedsrichters oder der Turnierleitung
eines der Teams zu irgendeinem Zeitpunkt diese Regeln offensichtlich oder absichtlich
verletzt, kann gegen dieses Team ein 'Technisches Foul' gegeben werden.
23.2. Vollzug des 'Technischen Fouls'
Wird ein 'Technisches Foul' ausgesprochen, ist das Match zu unterbrechen. Der Gegner
des Teams, das eine Regel verletzt hat, bekommt den Ball auf seine Dreierreihe. Ein
Schuß wird ausgeführt, wobei die Spieler während dem 'Technischen Foulschuß' in der
Position bleiben müssen, in der sie sich befanden, als das 'Technische Foul'
ausgesprochen wurde. Beim Doppel müssen die nicht beteiligten Spieler für die Dauer des
Schusses den Tisch verlassen. Geht der Ball in das Tor, so wird für das Team das das
'Technische Foul' zugesprochen bekam, ein Tor gewertet. Sobald der Ball den
Verteidigungsbereich des Gegners verläßt oder vom Gegner gehalten wird, wird der
'Technische Foulschuß' als beendet angesehen. Auch wenn der Spieler den Ball nach
Freigabe des 'Technischen Fouls' verliert, so gilt der Schuß als beendet. Nach dem
'Technischen Foulschuß' wird das Spiel wieder angehalten. Der Ball wird an der Stelle
wieder ins Spiel gebracht, an der er sich befand, als das Foul ausgesprochen wurde, egal
ob es ein Treffer war oder nicht. War der Ball in Bewegung, wird er in das Spiel
gebracht, als ob er an dieser Stelle für 'tot' erklärt worden wäre.
23.3. Weitere 'Technische Fouls'
Weitere Regelverletzungen offensichtlicher oder vorsätzlicher Art ziehen weitere
'Technische Fouls' nach sich. Der Schiedsrichter kann, nachdem das erste 'Technische
Foul' gegen ein Team verhängt wurde jederzeit ankündigen, daß weitere
Regelverletzungen durch dieses Team den Verlust des Matches zur Folge haben können.
24. Regelentscheidungen und
Einsprüche
24.1. Verlangen eines Schiedsrichters
Jeder Spieler kann jederzeit während einem Match einen Schiedsrichter verlangen.
24.2. Schiedssprüche wenn kein Schiedsrichter anwesend war
Wenn eine Meinungsverschiedenheit mit einer Interpretation der Regeln verbunden ist
und der Schiedsrichter war zu dem Zeitpunkt, des Ereignisses nicht anwesend, soll er die
gerechteste Entscheidung treffen, welche unter diesen Umständen möglich ist. Gegen
Entscheidungen dieser Art kann Einspruch erhoben werden. Dies muß aber sofort und in
der unter 24.3. beschriebenen Art getan werden.
24.3. Einsprüche
Um gegen eine Entscheidung Einspruch zu erheben, muß der Spieler den Einspruch bei der
Turnierleitung zu Protokoll geben, bevor der Ball, der zu Zeit der
Meinungsverschiedenheit gespielt wurde, wieder ins Spiel gebracht wird. Ein Einspruch,
der den Verlust des Matches betrifft, muß zu Protokoll gegeben werden bevor das Team,
das durch den betreffenden Verlust gewann, sein nächstes Match begonnen hat.
24.4. Entscheidungen über Einsprüche
Über alle Einsprüche wird von der Turnierleitung beraten. Alle Entscheidungen über
Einsprüche sind endgültig.
24.5. Schiedssprüche wenn ein Schiedsrichter anwesend war
Betrifft eine Meinungsverschiedenheit einen Schiedsspruch, bei dem der Schiedsrichter
bei dem fraglichen Ereignis anwesend war, ist seine Entscheidung endgültig. Es kann kein
Einspruch erhoben werden.
25. Ehrenkodex
25.1. Verletzung des Ehrenkodex
Jede unsportliche oder unmoralische Handlung während des Turniers, im Turniersaal
oder auf dem Gelände des Gastgebers bedeutet eine Verletzung des Ehrenkodex.
25.2. Strafe für Verletzung des Ehrenkodex
Die Strafe für das Brechen des Ehrenkodex kann den Verlust eines Matches oder die
Verweisung vom Turnier sein. Ob der Ehrenkodex gebrochen wurde, und die angemessene
Strafe für das Vergehen wird von der Turnierleitung bestimmt.
26. Turnierleitung
Die Durchführung eines Turniers liegt in der Verantwortung der Turnierleitung.
Entscheidungen der Turnierleitung sind endgültig und nicht anfechtbar.
DSAB Spiel- und Turnierregeln am Löwen Turnier Soccer, Stand 1. April 1999
HTML-Version 1.1
Die wichtigsten Regeln auf einen Blick:
Einwurf
Der erste Einwurf wird ausgelost. Die folgenden Einwürfe werden von dem Team
vorgenommen, gegen das ein Tor erzielt wurde.
Zeitbegrenzung
Der Ballbesitz auf einer Stange ist zeitlich begrenzt:
5er-Stange = 10 Sekunden, Abwehrbereich und 3er-Stange = 15 Sekunden.
Passen
Ein Pass von einer Stange zur nächsten derselben Mannschaft muß über zwei
Figuren derselben Stange erfolgen.
Tore
Ein Ball, der im Tor war und wieder herausspringt, zählt als Tor. Hat ein
Team fünf Tore erzielt, ist ein Satz gewonnen.
“Toter Ball”
Ein Ball, der im Mittelfeld zwischen den 2er-Stangen liegenbleibt, wird
erneut vom ursprünglich einwerfenden Team eingeworfen. Ein Ball, der im
Abwehrbereich liegenbleibt, wird vom Tormann wieder ins Spiel gebracht.
Beeinflussung des Tisches
Jedes Rütteln oder Verschieben des Tisches ist verboten. Die Strafe dafür ist
Ballverlust oder ein technisches Foul.
Time-out
Es sind pro Satz zwei Time-outs pro Team erlaubt. Während dieser Auszeiten
dürfen die Spieler die Positionen wechseln.

Inhaltsverzeichnis
- 1.
Matchbeginn
2.
Balleinwurf
3.
Nachfolgende Einwürfe
4. Ball “im
Spiel”
5. “Aus-Ball”
6. “Toter
Ball”
7. Time-out
8. Erzielen
eines Tores
9. Drehen der
Stangen
10.
Beeinflussung des Tisches
11. Reset
12.
Hineingreifen in den Spielbereich
13.
Fremdkörper auf dem Tisch
14.
Veränderungen am Tisch
15. Ablenkung
16. Üben
17. Sprache
18. Passen
19. Zeitlimit
20.
Begrenzung der Spielzeit
21.
Wiederaufruf
22.
“Technisches Foul”
23.
Regelentscheidungen und Einsprüche
24.
Ehrenkodex
25.
Turnierleitung

1. Matchbeginn
- 1.1 Ermittlung der Tischseite oder des ersten Einwurfes
- Durch den Wurf einer Münze wird bestimmt, welches Team die Wahl der
Tischseite oder den ersten Einwurf hat. Das gegnerische Team muß die Wahl
annehmen, und den ersten Satz münzen. Die Münzung wechselt bei jedem Satz.
- 1.2 Seitenwechsel
- Nach Ende eines jeden Satzes hat jedes Team das Recht, die Seiten zu
wechseln. Ein beiderseitiger Verzicht auf den Seitenwechsel nach einem Satz
bedeutet nicht den Verzicht für alle nachfolgenden Sätze.
- 1.3 Position im Doppel
- Das Team, welches das Einwurfrecht hat, muß seine Position im Doppel als
erstes festlegen. In einem Doppel kann jeder Spieler an den Stangen spielen,
die er für sich ausgewählt hat. Sobald der Ball im Spiel ist, muß der
Spieler die Position halten, bis ein Treffer erzielt, ein Time-out beantragt
oder ein “Technisches Foul” ausgerufen wurde.
- 1.4 Endspielmodus
- Das Endspiel wird nach dem “Berliner Zeitmodell” ausgetragen. Das heißt,
der Sieger der Verliererrunde muß einen Satz mehr gewinnen, als der Sieger
der Gewinnerrunde. Grundlage ist die vorgegebene Anzahl der Gewinnsätze der
Gewinnerrunde in den einzelnen Disziplinen.
2. Balleinwurf
- 2.1 Korrekter Einwurf
- Der Ball wird bei Matchbeginn oder nach einem Torerfolg durch das
Balleinwurfloch ins Spiel gebracht. Der einwerfende Spieler darf versuchen,
den Lauf des Balles zu beeinflussen.
- Dem Spieler ist es verboten, in den Spielbereich zu greifen. Als
Spielbereich wird die Fläche über dem Spielfeld bis zur Höhe der Seitenwände
des Tisches bezeichnet. Bevor er aber den Ball ins Spiel rollen läßt, ist
ihm dieses erlaubt, um den Ball für den Einwurf in die richtige Position zu
bringen. Wenn dem Einwerfer dabei der Ball aus der Hand fällt, muß er ihn
noch einmal in Position bringen. Sollte er ihm ein zweites Mal aus der Hand
fallen, verliert er das Einwurfrecht an den Gegenspieler.
- 2.2 Ball “im Spiel”
- Der Ball muß erst das Spielfeld berühren, bevor er von einem Spieler
gespielt werden darf. Von da an wird er als “im Spiel” betrachtet.
- 2.3 Beeinflussung des Balles
- Die Beeinflussung des Balles beim Einwurf ist erlaubt. Durch das
einwerfende Team kann jedoch kein Tor erzielt werden, bevor der Ball eine
Figur berührt hat.
- 2.4 Spielbereitschaft
- Das einwerfende Team darf den Ball nicht einwerfen, bevor das
gegnerische Team seine Spielbereitschaft bestätigt hat. Bei Verletzung
dieser Regel, wird der Ball erneut von dem Spieler eingeworfen, der
ursprünglich das Einwurfrecht hatte.
3. Nachfolgende Einwürfe
- 3.1 Einwürfe nach einem Torerfolg
- Die folgenden Einwürfe während eines Satzes werden von dem Team
vorgenommen, gegen welches das letzte Tor erzielt wurde. In einem Match mit
mehreren Sätzen wird der jeweils erste Einwurf von dem Verlierer des
vorhergehenden Satzes ausgeführt.
- 3.2 Einwurf durch ein falsches Team
- Wenn der Ball vom falschen Team eingeworfen wurde, und die Verletzung
bemerkt wird, bevor der Ball im Tor ist, muß der Satz unterbrochen und der
Ball vom richtigen Spieler nochmals eingeworfen werden. Wenn der Ball im Tor
ist, sind keine Proteste mehr erlaubt.
- 3.3 Weitere Einwürfe nach einem Regelverstoß
- Wenn ein Team auf Grund eines Regelverstoßes den Einwurf erhielt, und
der Ball während des Spiels als “Aus-Ball” oder als “toter Ball” erklärt
wird, wird von dem Spieler eingeworfen, der das ursprüngliche Einwurfrecht,
d.h. vor dem Regelverstoß, hatte.
4. Ball “im Spiel”
- 4.1 Ball “im Spiel”
- Ist der Ball eingeworfen, muß er auch “im Spiel” verbleiben, es sei
denn, er wird als “Aus-Ball” oder als “toter Ball” erklärt, oder es wird ein
Tor erzielt.
- 4.2 Ball im Einwurfloch
- Ein Ball, der in das Einwurfloch hineinrollt, und von selbst wider auf
das Spielfeld zurückkehrt, wird als “im Spiel” betrachtet.
5. “Aus-Ball”
- 5.1 Ball außerhalb des Spielbereiches
- Der Ball gilt als “Aus-Ball”, wenn er irgendeinen Gegenstand außerhalb
des Spielbereiches berührt. Er wird vom ursprünglich einwerfenden Spieler
wieder ins Spiel gebracht.
- 5.2 Der “Heber”
- Ein sogenannter “Heber” (Schuß vom Verteidigungsbereich über die Köpfe
sämtlicher Männchen hinweg) ist limitiert auf maximal zwei “Heber” pro Satz
und einen “Heber” pro Ball. Ein “Heber” ist dann gegeben, wenn der Ball
mindestens die 3-er Stange des Gegners überquert. Die Strafe für einen
unberechtigten “Heber” ist das “Technische Foul”. Ein Ball, der durch einen
“Heber” vom Tisch geschossen wird, wird vom Gegner eingeworfen.
6. “Toter Ball”
- 6.1 Der Ball liegt “tot”
- Ein Ball wird für “tot” erklärt, wenn er absolut stilliegt und von
keiner der Figuren mehr erreicht werden kann.
- 6.2 “Toter Ball” zwischen Tor und nächster 2-er Stange
- Wird der Ball zwischen einem Tor und der nächsten 2-er Stange als “tot”
erklärt, wird er in die nächstliegende Ecke gelegt, und ins Spielfeld
gerollt. Wird das Spiel auf diese Weise wieder aufgenommen, muß
sichergestellt sein, daß das gegnerische Team bereit ist, das Spiel
fortzuführen. Der ballführende Spieler muß den Ball von einer Figur zu einer
zweiten bewegen und an dieser für eine Sekunde stoppen, bevor ein Schuß oder
ein Pass ausgeführt wird. Die Zeit beginnt eine Sekunde nachdem der Ball den
zweiten Mann berührt hat, zu laufen.
- 6.3 “Toter Ball” zwischen den 2-er Stangen
- Wird der Ball zwischen den beiden 2-er Stangen als “tot” erklärt, wird
er von dem Team, das ursprünglich das Einwurfsrecht hatte, wieder
eingeworfen.
- 6.4 Spielverzögerung
- Ein Ball, der absichtlich “tot” gelegt wird, wird dem gegnerischen Team
zugesprochen, welches ihn neu einwerfen kann.
- 6.5 Beeinflussung eines “toten” Balles
- Beeinflußt ein Spieler einen “toten Ball” (z.B. Schlagen, Pusten, Biegen
der Stange, etc.), hat der Gegner die Möglichkeit, entweder das Spiel
fortzusetzen oder den Ball neu einzuwerfen.
7. Time-out
- 7.1 Time-out zwischen den Sätzen
- Zwischen den Sätzen ist eine Höchstpause von 60 Sekunden erlaubt. Wenn
beide Teams zustimmen, daß sie spielbereit sind, bevor die volle Zeit vorbei
ist, wird weitergespielt. Der Rest der 60 Sekunden ist dann verloren. Zu
diesen 60 Sekunden sind zwischen den Sätzen keine zusätzlichen Auszeiten
erlaubt.
- 7.2 Time-out während eines Satzes
- Jedem Team stehen zwei Time-outs pro Satz zu, während denen es den Tisch
verlassen darf. Das Time-out darf 30 Sekunden nicht überschreiten. Jedes
Team darf nur ein Time-out pro Ball verlangen. Nach einem Tor kann von jedem
Team ein Time-out genommen werden. Es gilt beim Zählen der Time-outs für den
nachfolgenden Ball.
- 7.3 Time-out während der Ball “im Spiel” ist
- Während der Ball “im Spiel” ist, ist nur der ballbesitzende Spieler
berechtigt, ein Time-out zu nehmen. Ein Time-out kann nur verlangt werden,
wenn sich der Ball nicht bewegt.
- 7.4 Unberechtigtes Time-out
- Die Strafe für ein unberechtigtes Time-out (7.1-7.3) ist ein
“Technisches Foul”.
- 7.5 Hände an den Griffen
- Nimmt ein Spieler die Hände von den Griffen und wendet sich vom Tisch
ab, während der Ball “im Spiel” ist, ist das Team mit einem Time-out zu
bestrafen. Ein Spieler darf jedoch seine Hände von den Griffen nehmen, um
sie vor einem Schuß abzuwischen, solange es nicht länger als drei Sekunden
dauert. Vor einem Schuß müssen wieder beide Hände mindestens eine Sekunde
Griffberührung haben. Wenn sich der Ball in Schußposition befindet, beginnt
das Zeitlimit zu laufen, auch während sich der Spieler die Hände abwischt.
- 7.6 Zeitüberschreitung des Time-outs
- Sollte das Time-out ohne Zustimmung der Turnierleitung oder des
Schiedsrichters 30 Sekunden überschreiten, wird das Team, welches die
Verzögerung verursacht hat, mit einem Technischen Foul belegt.
- 7.7 Bewegen des Balles während eines Time-outs
- Während eines Time-outs ist es den Spielern ohne Erlaubnis des
Schiedsrichters verboten, den Ball zu berühren, da dies als Üben (siehe
Punkt 18) angesehen werden kann. Ein Verstoß gegen diese Regel führt zum
Verlust des Ballbesitzes und der Ball wird vom gegnerischen Team wieder
eingeworfen. Ein Aufheben des Balles kann abgelehnt werden (Beispiel: Der
Ball liegt gefährlich nahe am Rand des Tores).
- 7.8 Positionswechsel
- Während eines Time-outs können innerhalb beider Teams die Positionen
gewechselt werden (ausgenommen Punkte 7.10 bis 7.12).
- 7.9 Nach einem Time-out
- Vor der Wiederaufnahme des Spiels muß der Gegner seine Spielbereitschaft
bestätigen. Der ballführende Spieler muß den Ball von einer Figur zu einer
zweiten bewegen und an dieser für eine Sekunde stoppen, bevor ein Schuß oder
ein Pass ausgeführt wird. Bei Verletzung dieser Regel darf der Gegner
wählen, ob er weiter spielen oder den Ball einwerfen will.
- 7.10 Schiedsrichter-Time-out
- Tritt während des Matches eine Regelfrage auf, kann ein Team ein
Time-out verlangen, um einen Schiedsrichter anzufordern. Dieses Time-out
zählt nicht zu den zweien die pro Satz erlaubt sind. Ein Schiedsrichter muß
bei der Turnierleitung angefordert werden, und kann nicht abgelehnt werden.
Bei einem Schiedsrichter-Time-out ist kein Positionswechsel möglich.
- 7.11 Time-out zur Wartung des Tisches
- Alle notwendigen Tischwartungen (Beispiel: Festschrauben der Figuren,
etc.) müssen vor dem Match durchgeführt werden. Während des Matches kann ein
Time-out zur Wartung des Tisches nur dann verlangt werden, wenn eine
plötzliche Veränderung am Spieltisch eintritt (Beispiel: gebrochene Figur,
etc.). Ein Time-out zur Tischwartung zählt nicht zu den zwei pro Satz
erlaubten Time-outs.
- 7.12 MedizinischesTime-out
- Ein Spieler kann ein Time-out aus medizinischen Gründen beantragen. Es
muß von der Turnierleitung genehmigt werden. Die Turnierleitung legt die
Länge des Time-outs (maximal 15 Minuten) fest. Ein Spieler, der physisch
nicht in der Lage ist, das Spiel nach der Verletzungspause zu beenden, muß
aufgeben.
- Wird der Wunsch nach einem medizinischen Time-out abgelehnt, so kann der
beantragende Spieler mit einem Time-out belegt werden. Üblicherweise werden
medizinische Time-outs nur gewährt, wenn diese durch Unfälle oder
unerwartete Verletzungen während des Spiels entstehen.
8. Erzielen eines Tores
- 8.1 Reguläres Tor
- Ein Ball, der die Torlinie überschreitet, wird als Tor gewertet, auch
wenn er auf das Spielfeld zurückprallt.
9. Drehen der Stangen
- 9.1 Drehen mit Ballberührung
- Das Drehen der Stangen ist regelwidrig. Drehen bedeutet die Rotation
irgendeiner Figur um mehr als 360° Grad vor oder nach einer Ballberührung.
Ein Ball, der durch regelwidriges Drehen bewegt wird, ist folgendermaßen zu
wiederholen:
- 1. Trifft der Ball ins Tor: das Tor wird nicht gezählt, das Einwurfrecht
geht an den Gegner über.
- 2. Trifft der Ball nicht ins Tor: der Gegner hat die Möglichkeit, das
Spiel fortzusetzen oder den Ball neu einzuwerfen.
- 9.2 Drehen ohne Ballberührung
- Das Drehen einer Stange ohne Ballberührung, bedeutet kein regelwidriges
Drehen, kann aber als Ablenkung gewertet werden. Wenn ein Spieler durch
Drehen ein Eigentor schießt, wird das Tor für den Gegner gewertet.
- 9.3 Sonstiges Drehen
- Sollte eine Spielfigur einer nicht umgriffenen Stange getroffen werden
und es dadurch zu einem Drehvorgang kommen, wird dies nicht geahndet.
10. Beeinflussung des Tisches
- 10.1 Beeinflussung des Tisches
- Jedes Rütteln, Rutschen oder Anheben des Tisches ist verboten. Ob dies
mit Absicht geschieht oder nicht, ist hierbei nicht relevant. Die
Entscheidung, ob ein Regelverstoß vorliegt, muß ein Schiedsrichter treffen.
Hierbei spielt es keine Rolle, ob einem Team ein Ball verlorengeht oder
nicht.
- Übertriebene Härte beim Passen oder Schießen ist verboten.
- 10.2 Strafen für die Beeinflussung des Tisches
- Bei Mißachtung dieser Regel gilt folgendes:
- 10.2.1 Erster Verstoß: Verwarnung
- Das gegnerische Team hat die Wahl, ob es von der momentanen Position des
Balles bei Begehung des Regelverstoßes weiter spielen oder den Ball erneut
einwerfen will. Sollte ein Verrücken des Tisches zu einem Ballverlust
führen, kann das Spiel von dort weitergeführt werden, wo der Ball verloren
wurde.
- 10.2.2 Weitere Verstösse: Technisches Foul
- 10.3 Berühren einer gegnerischen Stange
- Jegliches Berühren der gegnerischen Stangen wird genauso bestraft, wie
die Beeinflussung des Tisches.
11. Reset
- Wird der Ball beeinflußt, wenn ein Spieler den Ball angehalten und zum
Schießen vorbereitet hat, ruft der anwesende Schiedsrichter “Reset” und
stellt die Uhr zurück. Der Spieler kann sich den Ball erneut zurechtlegen
oder weiter spielen. Der verteidigende Spieler sollte deshalb nicht in
seiner Aufmerksamkeit nachlassen und verteidigungsbereit bleiben. Bei
wiederholten Verstössen kann ein “Technisches Foul” ausgesprochen werden”.
12. Hineingreifen in den Spielbereich
- 12.1 Ball “im Spiel”
- Ein Spieler darf nicht ohne Erlaubnis des Gegners in den Spielbereich
greifen, während der Ball “im Spiel” ist. Die Verletzung dieser Regel wird
mit einem “Technischen Foul” bestraft.
- Berührt ein Spieler den “im Spiel” befindlichen Ball in seinem
Abwehrbereich, erhält der Gegner ein Tor, und der Ball wird so eingeworfen,
als ob ein reguläres Tor erzielt wurde. Ein über dem Spielbereich fliegender
Ball zählt als “im Spiel”.
- 12.2 Ball nicht “im Spiel”
- Wenn sich kein Ball im Spielbereich befindet, ist es jedem Spieler
erlaubt, in den Spielbereich zu greifen (Beispiel: Entfernung von
Ballspuren)
- 12.3 Zustimmung
- Es ist immer erlaubt, in den Spielbereich zu greifen, wenn der Gegner
zustimmt.
13. Fremdkörper auf dem Tisch
- Fällt ein Gegenstand auf das Spielfeld, muß das ballbesitzende Team das
Spiel anhalten, damit der Gegenstand entfernt werden kann. Es darf sich
nichts am Tischrand befinden, was in das Spielfeld fallen könnte. Trifft der
Ball einen Gegenstand, der ins Spielfeld gefallen ist, gilt er als “aus dem
Spiel” und ist wieder ins Spiel zu bringen, als ob er für “tot” erklärt
wurde.
14. Veränderungen am Tisch
- 14.1 Spielbereich, Griffe, etc.
- Kein Spieler darf Veränderungen vornehmen, welche die Spieleigenschaften
des Tisches beeinflussen (z.B. Schwämme im Torraum). Bei Mißachtung dieser
Regel kann eine Disqualifikation ausgesprochen werden.
- 14.2 Abgebrochene Figur
- Sollte eine Figur abbrechen, während sie den Ball berührt, wird das
Spiel an dieser Stelle wie nach einem Time-out fortgeführt.
15. Ablenkung
- 15.1 Bewegungen und Geräusche
- Jegliche Bewegungen und Geräusche, die abseits der Stange ausgeführt
werden, an der sich der Ball gerade befindet, können als Ablenkung gewertet
werden. Das Sprechen zwischen Mitgliedern eines Teams, während der Ball “im
Spiel” ist, kann als Ablenkung gewertet werden.
- 15.2 Strafen
- Wird durch die Verletzung dieser Regel ein Tor erzielt, zählt dieses
nicht. Der Gegner erhält den Einwurf. Wurde kein Tor erzielt, kann der
Gegner weiter spielen oder den Ball neu einwerfen.
16. Üben
- Hat ein Match einmal begonnen, darf kein Spieler mehr seinen Einwurf
oder Schuß üben. Weder an dem Tisch, auf dem gespielt wird, noch auf
irgendeinem anderen. Diese Regel gilt auch bei Auszeiten und zwischen den
Sätzen.
- Üben heißt, daß sich ein Ball durch den Kontakt mit einer Spielfigur
bewegt. Der Verstoß gegen diese Regel wird mit einem “Technischen Foul”
bestraft.
17. Sprachliche Gepflogenheiten
- 17.1 Kommentare
- Unsportliche Kommentare, die direkt oder indirekt von Spielern abgegeben
werden, sind nicht erlaubt.
- 17.2 Fluchen/Beleidigung
- Den Spielern ist es untersagt, zu fluchen oder Personen (insbesondere
Schiedsrichter) zu beleidigen.
- 17.3 Strafen
- Die Strafe für die Mißachtung der Regeln 18.1 und 18.2 ist ein
“Technisches Foul”, in besonderen Fällen kann auch die Verweisung aus dem
Turniersaal erfolgen. Dies gilt für Spieler und Zuschauer.
- 17.4 Coaching
- Die Aufstellung von eines Coaches, der während des Matches akustische
oder optische Zeichen gibt, ist untersagt. Das coaching während der
Auszeiten ist jedoch erlaubt.
18. Passen
- 18.1 Gestoppter Ball
- Ein gestoppter Ball, ist ein Ball, der sich in Reichweite einer Figur
nicht bewegt.
- 18.2 Pass
- Ein Pass ist dann gegeben, wenn die erhaltende Reihe den Ball berührt.
Wird aus dem Abwehrbereich ein Schuß abgeben, bei dem der Ball die 5-er
Stange berührt, gilt dies nicht als Pass, solange der Ball nicht in
Reichweite der 5-er Stange liegenbleibt.
- 18.3 “Abgequetschter” Paß
- Ein Paß, bei dem der Ball unabsichtlich abgequetscht wird, ist erlaubt.
- 18.4 Eingeklemmter Ball
- Wird ein Ball eingeklemmt oder gestoppt, darf er nicht direkt als Pass
weiter gespielt werden. Er muß mindestens eine weitere Figur berühren, bevor
er zu einem Pass in Bewegung gebracht werden darf.
- 18.5 Äußerster Mann
- Der Pass äußerster Mann - Bande - äußerster Mann - Durchspiel ist
verboten.
- 18.6 Pass auf die 3-er Stange
- Ein Pass aus dem Abwehrbereich auf die 3-er Stange ist immer erlaubt.
- 18.7 Bandenberührung
- Ein Ball im Besitz der 5-er Stange darf die Seitenbande nur zweimal
berühren, um weitergeführt zu werden. Bei der dritten Seitenbandenberührung
muß der Ball gleichzeitig weiter gespielt werden.
- 18.8 Freier Ball
- Wurde der Ball einmal von der 2-er Stange oder dem Torwart abgegeben und
berührt eine gegnerische Figur, gilt dieser Ball nicht mehr als Pass und
kann von jeder Figur aufgefangen werden.
- 18.9 Strafe
- Verletzt ein Team eine der obigen Passregeln, kann der Gegner das Match
fortsetzen oder neu einwerfen.
19. Zeitlimit
- 19.1 Zeitlimit an einer Stange
- Der Besitz des Balles im Abwehrbereich sowie an der 3-er Stange ist auf
15 Sekunden begrenzt, auf der 5-er Stange auf 10 Sekunden. Innerhalb dieser
Zeit muß der Ball an eine Figur des Gegners oder daran vorbei gespielt
werden.
- 19.2 Drehender Ball
- Ist ein sich drehender Ball in Reichweite einer Figur, gilt er als
Besitz dieser Figur.
- 19.3 Strafe
- Die Strafe für Zeitüberschreitung ist der Verlust des Ballbesitzes. Der
Gegner erhält das Einwurfrecht.
20. Begrenzung der Spielzeit
- 20.1 Maximale Dauer der Spielzeit
- Bei drei Gewinnspielen ist die Spielzeit auf 60 Minuten, bei zwei
Gewinnspielen auf 30 Minuten vom ersten Aufruf an begrenzt. Bei einem Spiel
bis sieben wird 25 Minuten gespielt.
- 20.2 Verlängerung
- Läuft dieses Zeitlimit ab, bevor das Match beendet ist, teilt ein
Schiedsrichter den Spielern mit, daß eine fünfminütige Verlängerung in
diesem Moment beginnt. Ist die Verlängerung abgelaufen, bevor das Match
beendet ist, wird noch so lange gespielt, bis mit dem Ball, der gerade “im
Spiel” ist, ein Tor erzielt wurde. Danach hat das Team gewonnen, welches zu
diesem Zeitpunkt in Führung liegt.
- 20.3 Zeitnahme bei Time-out
- Time-outs werden sowohl der Gesamtspielzeit als auch der Verlängerung
angerechnet.
- 20.4 Verzögerung
- Regelwidrige Verzögerungen werden mit einem “Technischen Foul” bestraft.
21. Wiederaufruf
- 21.1 Erster Aufruf
- Sobald ein Match aufgerufen ist, müssen beide Teams umgehend an dem für
sie bestimmten Tisch erscheinen. Sollte ein Team innerhalb von drei Minuten
nicht erscheinen, so muß das wartende Team bei der Turnierleitung eine
Wiederaufruf-Karte ausfüllen. Ein wiederaufgerufe-nes Team muß innerhalb von
drei Minuten am Tisch erscheinen. Die Wiederaufrufzeit endet durch das
Melden bei der Turnierleitung.
- 21.2 Folgende Aufrufe
- Ein Wiederaufruf erfolgt alle drei Minuten. Die Strafe für den zweiten
und folgende Wiederaufrufe ist jeweils der Verlust eines Satzes.
- 21.3 Überschreitung der Spielzeit
- Ist die reguläre Spielzeit abgelaufen, kommt es zu einer fünfminütigen
Verlängerung (siehe Punkt 20.2). Vor Beginn der Verlängerung, bekommt das
Team, welches nicht wiederaufgerufen wurde, ein Tor zugesprochen.
22. “Technisches Foul”
- 22.1 Verhängung eines “Technischen Fouls”
- Wenn nach der Entscheidung eines autorisierten Schiedsrichters oder der
Turnierleitung eines der Teams diese Regeln verletzt, kann ein “Technisches
Foul” ausgesprochen werden. Auch hier ist ein Positionswechsel möglich.
- 22.2 Ausführung eines “Technischen Fouls”
- Bei einem “Technischen Foul” wird das Match unterbrochen. Das
gegnerische Team erhält den Ball auf der 3-er Stange, und darf einen
Torschuß ausführen. Hierbei muß der Doppelpartner den Tisch für die Dauer
des Schusses verlassen. Sobald der Ball den Abwehrbereich des Gegners
verläßt, gehalten wurde oder ein Tor erzielt wurde, ist der “Technische
Foulschuß” beendet. Auch wenn der Spieler den Ball nach Freigabe des
“Technischen Fouls” verliert, so gilt der Schuß als beendet. Nach dem
“Technischen Foul” wird das Spiel wieder angehalten. Der Ball wird an der
Stelle wieder ins Spiel gebracht, an der das “Technische Foul” ausgesprochen
wurde, egal ob es ein Treffer war oder nicht. War der Ball in Bewegung, wird
er ins Spiel gebracht, als ob er an dieser Stelle für “tot” erklärt wurde.
- 22.3 Weitere “Technische Fouls”
- Weitere Regelverletzungen können wiederholte “Technische Fouls” oder
Satzverlust nach sich ziehen.
- 22.4 Satz- bzw. Matchverlust
- Da es für verschiedene Regelverstösse “Technisches Foul” geben kann,
wurde der Satz- bzw. Matchverlust wie folgt geregelt.
- 1. Technisches Foul
- 2. Technisches Foul
- 3. Technisches Foul
- 4. Technisches Foul = Satzverlust
- 5. Technisches Foul
- 6. Technisches Foul
- 7. Technisches Foul = Satzverlust
- 8. Technisches Foul
- 9. Technisches Foul = Matchverlut
23. Regelentscheidungen
- 23.1 Schiedrichter anfordern
- Jeder Spieler kann jederzeit während eines Matches einen Schiedsrichter
anfordern.
- 23.2 Kein Schiedsrichter anwesend
- Wenn Schwierigkeiten bei einer Regelinterpretation auftreten und kein
Schiedsrichter anwesend war, muß der angeforderte Schiedsrichter die
gerechteste Entscheidung treffen, die möglich ist.
- 23.3 Schiedsrichter anwesend
- Die Entscheidung eines anwesenden Schiedsrichters ist endgültig.
Diskussionen mit einem autorisierten Schiedsrichter sind nicht erlaubt. Bei
einem Regelverstoß kann gegen das betroffene Team ein Time-out oder ein
“Technisches Foul” ausgesprochen werden.
- 23.4 Einspruch
- Ein Einspruch muß sofort erhoben werden. Ist ein Match bereits
fortgesetzt ist kein Einspruch mehr möglich. Einsprüche die den Verlust des
Matches anbetreffen, müssen vor Beginn der nächsten Partie erhoben werden.
Über alle Einsprüche wird von der Turnierleitung beraten.
24. Ehrenkodex
- 24.1 Verletzung des Ehrenkodex
- Jede unsportliche oder unmoralische Handlung während des Turniers, im
Turniersaal oder auf dem Gelände des Gastgebers bedeutet eine Verletzung des
Ehrenkodex.
- 24.2 Strafe
- Die Strafe für das Brechen des Ehrenkodex kann der Verlust eines
Matches, Disqualifikation oder Verweisung aus dem Turniersaal sein. Ob ein
Brechen des Ehrenkodex vorliegt, und welche Strafe angemessen ist,
entscheidet die Turnierleitung.
25. Turnierleitung
- Die Durchführung eines Turniers liegt in der Verantwortung der
Turnierleitung. Entscheidungen der Turnierleitung sind endgültig und nicht
anfechtbar.
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Stand Mai 1998, Andy's
Billard, 6410 Goldau
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